Politik für eine soziale Stadt Herzogenrath

Sozialpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die sich in allen politischen Feldern wiederfinden muss. So sind in allen Kapiteln unseres Programms die auf die jeweilige Zielgruppe bezogenen sozialen Aspekte berücksichtigt.

Die Qualität einer Stadt zeigt sich aber ganz besonders in ihrem Umgang mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft. Dazu gehören vor allem die behinderten und in soziale Not geratenen Bürgerinnen und Bürger. Daher müssen konkrete Hilfen angeboten werden, aber auch die notwendigen Rahmenbedingungen für eine umfassende Unterstützung geschaffen werden. Kein Mensch darf ausgegrenzt werden, jeder muss Hilfe und Unterstützung erhalten können.

Dies gilt derzeit ganz besonders für die Flüchtlinge aus Krisengebieten. Deshalb war es für uns Sozialdemokraten aus moralisch-ethischen Gründen selbstverständlich, die Beteiligung der Stadt Herzogenrath am „Save-me“-Programm zu beschließen. Hier geht es um die über die Kontingentzuweisung hinausgehende freiwillige Aufnahme von einigen wenigen zusätzlichen Flüchtlingen.

Aber wir sind noch lange nicht am Ziel!

Deshalb haben wir Sozialdemokraten folgende Ziele:

  • Ausweitung der inklusiven Beschulung in allen Schulformen, allerdings unter der Voraussetzung geeigneter Rahmenbedingungen (z.B. verbesserte Lehrerversorgung)
  • Erhalt des Angebots an speziellen Förderschulen
  • Unterstützung und Ausweitung der Behindertenwerkstätten
  • Zusätzliche Arbeitsplätze für Behinderte
  • Barrierefreiheit in allen öffentlichen Einrichtungen, soweit möglich
  • Förderung von barrierefreiem Wohn- und Gewerberaum
  • Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabechancen für Behinderte
  • Weitere Unterstützung der Flüchtlingshilfen (z.B. Angebot der ev. Kirche)
  • Stärkung und finanzielle Unterstützung der Sozialverbände und Beratungsstellen
  • Gezielte finanzielle Förderung der Beratungsstellen für besondere Einzelmaßnahmen
  • Einrichtung einer zentralen unbürokratischen Anlaufstelle für Menschen mit sozialen Problemen („Sozialkiosk“) zur schnellen Soforthilfe
  • Verstärkte Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen
  • Einrichtung einer städtischen Infobörse für Qualifizierungsmaßnahmen, Ausbildungsplätze, Berufspraktika und Arbeitsstellen
  • Bessere Unterstützung der Träger sozialer Einrichtungen, insbesondere bei der Schließung von Leistungsverträgen (z.B. Mehrjahresverträge, Beachtung tarifrechtlicher Bestimmungen)
  • Fortsetzung der kostenfreien städtischen Seniorenfahrten

Ohne ehrenamtliche Unterstützung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger müssten viele soziale Einrichtungen und Verbände ihre Arbeit erheblich einschränken oder gar gänzlich einstellen. Für uns ist es daher eine Verpflichtung, die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen gebührend zu würdigen.

Deshalb haben wir Sozialdemokraten folgende Ziele:

  • Unterstützung von Schulungsmaßnahmen für Ehrenamtler
    Erweiterung des Ehrenamtspasses