Stadtparteitag: Daniela Jansen stellte sich Delegierten vor

Auf dem Stadtparteitag der SPD Herzogenrath hat sich in dieser Woche Daniela Jansen vorgestellt und unter großer Zustimmmung der Delegierten begründet, warum sie sich um das Amt der Städteregionsrätin bewerben will. Die Wahl findet am 4. November statt und bietet die historische Chance, nach 24 Jahren wieder eine Sozialdemokratin auf den wichtigsten Verwaltungsposten der Städteregion zu setzen. Letzter SPD-Landrat war bis 1994 der Herzogenrather Walter Meyer.

Die SPD-Städteregionsratskandidatin Daniela Jansen

„Mein Name ist Daniela Jansen, ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von Zwillingen, die seit heute die weiterführende Schule besuchen“, leitete die Kandidatin ihr Grußwort ein. Bei der Landtagswahl 2012 war es Jansen auf Anhieb gelungen, das Direktmandat im Aachener Süden zu gewinnen, sodass der heutige Ministerpräsident Armin Laschet nur über die Landesliste in den Landtag nachrücken konnte. Um nur wenige hundert Stimmen unterlag Jansen 2017 wiederum Laschet in der mutmaßlichen CDU-Hochburg Aachen-Süd und schied nach fünf Jahren aus dem Landesparlament aus.
Die studierte Politikwissenschaftlerin arbeitet derzeit für die IG Metall, wo sie sich vor allem um das Thema Elektromobilität kümmert.

Fünf Schwerpunkte hat sich Daniela Jansen für ihre Arbeit als Städteregionsrätin vorgenommen: Als erstes Ziel nannte Jansen die Bekämpfung und Verhinderung von Armut – vor allem durch eine bessere Vernetzung der Sozialverbände und ihrer Angebote. Als zweiten Punkt nannte die IG Metall-Projektmanagerin die Sicherung und Ausweitung der Arbeitsplätze in der Region. Drittes Ziel sei eine Stärkung der Bildungsangebote durch die Städteregion, die Trägerin von Berufskollegs und Förderschulen zwischen Baesweiler und Simmerath ist. Viertens forderte Jansen mehr und besseren, vor allem bezahlbaren Wohnraum. Hier habe die Städteregion über die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft bereits ein gutes Instrument an der Hand. Die Modernisierung und Digitalisierung der städteregionalen Verwaltung ist schließlich das fünfte große Ziel der Kandidatin. Allerdings müssten auch Bürgerinnen und Bürger unmittelbar von der Digitalisierung profitieren: „Onlinebanking ist nicht alles und bringt mir nichts, wenn ich 80 Jahre alt bin“, so Jansen.

Der Stadtverbandsvorsitzende Robert Savelsberg dankte der Aachenerin für ihren kurzen Vortrag und sagte ihr die Unterstützung des Stadtverbands und der drei Ortsvereine Merkstein, Kohlscheid und Herzogenrath-Mitte zu.
Die Kandidatin ist auf verschiedene Wege erreichbar: über ihre Internetseite, bei Facebook, Twitter und Instagram.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt fand eine Nachwahl zum SPD-Stadtverbandsvorstand statt. Einstimmig wurde Johannes Kempen zum stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden gewählt.