Pressemitteilung:

  • 21. September 2010
Fraktion

Zukunft des Zivildienstes

„Im Jahr 2011 wird es nicht nur für die Bundeswehr, sondern auch für die Vereine und Verbände zu einschneidenden Maßnahmen kommen.“ Dies erklärte der Vorsitzende der SPD-Fraktion der Stadt Herzogenrath, Gerhard Neitzke. Grund sei, dass es mit dem Aussetzen der Wehrpflicht auch zu einem Aussetzen des Zivildienstes in Deutschland kommen werde. „Schon jetzt“, so der Sozialdemokrat, „machen sich viele Vereine und Verbände große Sorgen darüber, wie sie die Lücke schließen können, die durch das Fehlen von Zivildienstleistenden entstehen wird“.

Auf den verschiedensten Ebenen werde nun überlegt, wie junge Menschen dazu gebracht werden können, freiwillig einen sozialen Dienst zu absolvieren. Die Vorschläge hierfür seien vielfältig. Auch die Städte und Gemeinden stehen, so der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Peter Joerißen (SPD), in der Verantwortung, da zur Sicherstellung des aktuellen Standes, die Verbände und Vereine alleine vielfach überfordert sind. Eine große Zahl der Zivildienstleistenden sei in kleinen Vereinen tätig, die ohne diese personelle Unterstützung in eine starke Schieflage kommen würden. Sicher sei, dass die entstehende Lücke leider nicht durch bezahltes Fachpersonal ausgeglichen werden könne, dazu fehle einfach das Geld.

Die SPD-Fraktion der Stadt Herzogenrath habe daher beantragt, dass Thema Zukunft des Zivildienstes auf die Tagesordnung des nächsten Ausschuss für Arbeit und Soziales zu setzen.

In diesem Zusammenhang habe man zunächst einige Fragen an die Verwaltung gestellt, um einen aktuellen Sachstand zu erhalten. So wollen die Sozialdemokraten wissen, wo und wie viele Zivildienstleistende auf dem Gebiet der Stadt Herzogenrath tätig sind und von welchen Vereinen und Verbänden diese eingesetzt werden? Weiterhin bitten die Sozialdemokraten um Prüfung, welche Kosten auf die Stadt Herzogenrath zukommen würden, wenn die „Neuen Zivildienstleistenden“ ab 2011 für die Dauer ihrer Tätigkeit städtische Einrichtungen (Stadtbäder, Bibliothek etc.) als Anerkennung für ihren Dienst, kostenlos nutzen könnten?

„Wir müssen uns schnellstens auf die neue Situation einrichten“, so Gerhard Neitzke „damit es bei den Vereinen und Verbänden, aber vor allem bei den Menschen, die auf die Hilfe von Zivildienstleistenden angewiesen sind, nicht zu Engpässen kommt.“