Pressemitteilung:

  • 28. Juni 2010
Fraktion

Prioritäten falsch gesetzt!

Einen dringenden Hilferuf sendete die Käthe-Kollwitz Förderschule an den Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur der Stadt Herzogenrath. Seit Beginn des Schuljahres wurde die Stelle „Schulsozialarbeit“ auf die halbe Stundenzahl reduziert . Nunmehr ist festzustellen, dass dies eine völlige Fehlentscheidung war und dass diese Stelle dringend wieder auf eine ganze Stelle aufzustocken ist. „Einen entsprechenden Antrag hat die Käthe-Kollwitz-Schule“, so der Vorsitzende des Fachausschusses, Bruno Barth (SPD), „mit fachlichen Argumenten entsprechend eindeutig begründet.“ Darin stellte die Schule fest, dass alle Schüler der Schule einen hohen Bedarf an fachlicher Unterstützung und Förderung benötigen und dass die Schulsozialarbeit hier einen hohen präventiven Anteil leistet. Für Bruno Barth ist klar: „Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Stadt Herzogenrath profitieren auf lange Sicht von einer intensiven Schulsozialarbeit“.

Aus diesem Grund wurde der Antrag der Schule von der SPD-Fraktion vorbehaltlos unterstützt. Ziel war es zum neuen Schuljahr ab Sept. die Stelle wieder aufzustocken. Damit wären Kosten in 2010 in Höhe von ca. 10.000 Euro verbunden. Im Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur wurde durch die Stimmen von CDU/Bündnis 90-Die Grünen dieser Antrag abgelehnt; jetzt soll die Stelle erst mit Beginn des Jahres 2011 aufgestockt werden.

Für die SPD-Fraktion ist es vollkommen unverständlich, warum der Hilferuf der Schule auf die lange Bank geschoben wird. Unverständlich vor allem, weil in derselben Sitzung für die Einrichtung einer Boulebahn 10.000 Euro frei gemacht werden sollten. „Zum Glück“, so Dr. Manfred Fleckenstein, stellvertretender Bürgermeister und Sprecher der SPD-Fraktion im Fachausschuss ,“ konnten wir diese Ausgabe, die nicht in die aktuelle finanzielle Lage der Stadt Herzogenrath passt, stoppen.“ Für die SPD-Fraktion werden die Prioritäten in der Stadt Herzogenrath falsch gesetzt. „Es ist“, so Andreas Schmälter, „nicht nachvollziehbar, warum eine reine Klientelpolitik für die Kooperation größere Bedeutung hat als die Gruppe, die am dringendsten Unterstützung braucht.“ Die SPD-Fraktion fordert die Kooperation auf, endlich damit Schluss zu machen, dass die Ärmsten der Stadt Herzogenrath ständig für die Prestigeobjekte der Kooperation zahlen müssen. Andreas Schmälter abschließend: „Es genügt nicht, nur verbal etwas Prinzipiell für notwendig zu halten, aber konkret jede Hilfe zu verweigern. Bei den Spitzen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in Herzogenrath werde immer deutlicher eine soziale Kälte spürbar.“